Wut als Motor für Gerechtigkeit, Gleichstellung und Demokratie zu nutzen, ist das Anliegen der diesjährigen Brandenburgischen Frauenwochen, in die sich die Potsdamer Hochschulen mit ihrem öffentlichen Filmabend einbringen. Gezeigt werden der deutsche Dokumentarfilm „Mein Feind“ aus dem Jahr 1993 und der schwedische Kurzfilm „Juck“ von 2018.
Für „Mein Feind“ fragte Regisseurin Bettina Flitner Anfang der Neunziger Jahre verschiedene Frauen: „Haben Sie einen Feind? Was würden Sie ihm antun, wenn es keine Strafe gäbe?“ Anschließend stellte sie Transparente mit den Fotos der Befragten und ihren Antworten in der Kölner Fußgängerzone aus. Die Reaktionen darauf reichten von Empörung bis Solidarität.
25 Jahre später begab sich die schwedische Tanzgruppe „Juck“ auf die Straße, filmisch begleitet vom den Regisseurinnen Olivia Kastebring, Julia Gumpert, Ulrika Bandeira. Auffallend am Tanzstil der Frauen waren die sich vor- und zurückbewegenden Hüften. Die Stoßgeste – sonst männlich und sexualisiert gelesen – löste Irritationen aus.
„Beide Filme reflektieren patriarchale Verhältnisse und zeigen, dass die Einnahme des öffentlichen Raums mit feministischen Themen bis heute nicht selbstverständlich ist“, heißt es in der Einladung zur Veranstaltung. Im Anschluss an die Filmvorführung spricht die Filmkuratorin Johanne Hoppe mit Elisa Jochum von der Deutschen Kinemathek und Johanna König, Psychologin und feministische Coachin, über die beiden Dokumentarfilme und die Idee von Wut als Antriebsmotor für feministische Ziele.
Die Brandenburgischen Frauenwochen sind deutschlandweit ein einzigartiges politisches Format, das engagierte Frauen jedes Jahr mit Leben füllen. Vom 1. bis 31. März finden im ganzen Land Brandenburg mehr als 200 Veranstaltungen ganz unterschiedlicher Initiativen und Organisationen statt, die Diskriminierungen thematisieren und Forderungen in Gesellschaft und Politik transportieren.
Zeit: 25.03.2026, 18:30 Uhr
Ort: Filmmuseum Potsdam, Breite Str. 1a / Marstall, 14467 Potsdam
Tickets: Der Eintritt ist frei. Eine Ticketreservierung beim Filmmuseum Potsdam wird empfohlen unter Telefon: 0331 27181-12; E-Mail: ticketufilmmuseum-potsdampde oder www.filmmuseum-potsdam.de. Das Kino ist barrierefrei zugänglich.
Kontakt:
Anne Sophie Juwien, Koordinationsbüro für Chancengleichheit der Universität Potsdam
Telefon: 0331 977-4113, E-Mail: anne.sophie.juwienuuni-potsdampde
Sandra Cartes, zentrale Gleichstellungsbeauftragte der Fachhochschule Potsdam,
Telefon: 0331 580-6315, E-Mail: gleichstellungsbeauftragteufh-potsdampde
Susanne Lösch, zentrale Gleichstellungsbeauftragte der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf,
Telefon: 0331 6202-123, E-Mail: gleichstellungufilmuniversitaetpde
Gemeinsame Medieninformation der Fachhochschule Potsdam, der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und der Universität Potsdam.
Medieninformation 18-03-2026 / Nr. 027