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Stark in Pädagogischer Psychologie – Potsdamer Forschende unter den 50 produktivsten weltweit

Gleich vier Forschende des Departments Erziehungswissenschaft der Universität Potsdam gehören zu den weltweit produktivsten im Bereich der Pädagogischen Psychologie: Prof. Dr. Katharina Scheiter, Prof. Dr. Rebecca Lazarides, Prof. Dr. Steve Nebel und Prof. Dr. Richard Göllner. Ermittelt wurde dies in einer aktuellen internationalen Studie anhand der Anzahl ihrer Veröffentlichungen in hochrangigen und breit gefächerten Fachzeitschriften zwischen 2017 und 2022. „Diese herausragende Platzierung ist Ausdruck der besonderen Forschungsstärke unserer Bildungswissenschaften“, betont die Dekanin der Humanwissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Nadine Spörer.

Katharina Scheiter, Professorin für Digitale Bildung, leitet derzeit die Transferstelle des deutschlandweiten „Kompetenzverbund lernen:digital“. Im Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis wird hier die digitale Transformation von Schule und Lehrkräftebildung gestaltet. Die Wissenschaftlerin ist zudem Sprecherin des universitären Forschungsschwerpunkts „Education for the Future“, der sich der „Bildung für Resilienz in einer Welt im digitalen Wandel“ widmet.
Zu den besonderen Forschungsinteressen von Rebecca Lazarides gehört die Motivationsförderung von Kindern und Jugendlichen. Die Professorin für Schulpädagogik/Empirische Unterrichts- und Schulforschung untersucht unter anderem, wie mithilfe von Technologien, die auf Künstlicher Intelligenz basieren, motivational-affektive Prozesse und motivationsförderliche soziale Interaktionen zwischen Lehrkräften und Lernenden erfasst werden können. Ihre Expertise brachte sie als Principal Investigator des Exzellenzclusters „Science of Intelligence“ an der Technischen Universität Berlin ein, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft von 2019-2025 gefördert wurde.
Steve Nebel bekleidet die Professur für Schulbezogene Medienbildung an der Universität Potsdam. Der Wissenschaftler forscht nicht nur zur Mediennutzung von Schülerinnen und Schülern, sondern befasst sich auch mit digitalen Lernspielen, innovativen Lernwerkzeugen, Virtual Reality, Social Media und Künstlicher Intelligenz im Bildungskontext.
Wie Qualität im Deutsch-, Mathematik- und Sprachunterricht entsteht, untersucht Richard Göllner, Professor für Prozessbezogene Unterrichtsforschung. Im Zentrum steht die Analyse von Unterricht sowie die Identifikation zentraler lernförderlicher Merkmale. Mithilfe moderner Technologien wie automatisierter Sprachanalyse und Virtual Reality gewinnen er und sein Team neue Einblicke in die Dynamik von Lehr-Lernprozessen. Ziel ist es, evidenzbasierte Erkenntnisse zur Verbesserung der Unterrichtsqualität zu gewinnen und nachhaltig in die Lehrkräftebildung zu integrieren.
Alle vier Professorinnen und Professoren wirken am universitären Forschungsschwerpunkt „Education for the Future“ mit, in dem interdisziplinär untersucht wird, wie die digitale Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen deren Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe beeinflusst und wie Bildung sie darin stärken kann.
 

Zur Studie:
Für die jetzt veröffentlichte Studie haben die Autoren Veit Kubik (Würzburg), Lena Keller (Kiel), Lea Jaspers, Annika Koch (Bochum), Vincent Hoogerheide (Utrecht) und Julian Roelle (Münster) nicht nur die Anzahl der Veröffentlichungen in hochrangigen und breit gefächerten Fachzeitschriften ermittelt, sondern zusätzlich eine Umfrage durchgeführt, um die Merkmale hochproduktiver Forschender zu untersuchen und ihre Publikationen in den Zielzeitschriften hinsichtlich Forschungsthemen, Open-Science-Praktiken, Kooperationsmustern und Internationalisierung zu analysieren. Die am häufigsten verwendeten Schlüsselwörter waren Motivation, quantitative Methoden und multimediales Lernen, was ein breites Spektrum an Forschungsinteressen innerhalb des Fachgebiets widerspiegelt.
Link: https://doi.org/10.3389/fpsyg.2025.1660783