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Lecture Series "Genocide, Settler colonialism, Modernity": Lecture "The Age of Independence and Settler-Colonialism"

Today's lecture examines the centrality of settler-colonialism to the modern concepts of independence and self-determination, including the genesis of both concepts and their relationship to the establishment of the first “independent” White-ruled settler-colony of the United State and the independence of the other settler-colonies in the Americas, as well as the centrality of the concept of “the consent of the governed” and its relationship to what becomes "self-determination" in the White settler-colonies in Africa and elsewhere, especially White-ruled South Africa and how these concepts are adopted by anti-colonial movements, especially after World War I and more extensively after World War II.

Professor Massad is giving his lecture via Zoom in Lecture Hall 3.06.H04

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Im Gegensatz zur Selbstbeschreibung der westlichen Moderne als zivilisiert, aufklärerisch, demokratisch und friedfertig, thematisieren die Vorträge der internationalen Vorlesungsreihe die verschwiegene, verheimlichte und tabuisierte Seite des Westens. Nicht erst seit dem Genozid in Gaza – aber spätestens aufgrund dieses andauernden Menschheitsverbrechens – müsste sowohl die Soziologie als westliche Wissenschaft, deren ureigenster Gegenstand die Moderne ist, als auch der öffentliche und politische Diskurs die Geschichte, Wurzeln und Tradition westlicher Gesellschaften kritisch hinterfragen. Das geschieht, wenn überhaupt, dann nur zögerlich und ohne große aufklärerische Bereitschaft. Westliche Gesellschaften – Deutschland ist hier ein Paradebeispiel – ziehen es vor, in selbstverschuldeter Unmündigkeit zu bleiben, statt sich in aufklärerischer Manier schonungslos mit ihrer eigenen Geschichte und den begangenen Verbrechen zu befassen.

Die Vorträge international herausragender Forscher befassen sich im Gegensatz zu diesem Verschweigen in kritischer Perspektive mit der siedlerkolonialen Tradition und Gegenwart der westlichen Moderne, Europas kolonialen Wurzeln und der deutschen kolonialen Tradition, mit der völlig neu zu diskutierenden Frage des Genozids als Folge von Gaza sowie mit zentralen Aspekten von Apartheidsregimen und Problemen ihrer Überwindung.

 

Gehalten von

Prof. Joseph Massad (Columbia University in the City of New York)

Veranstaltungsart

Ringvorlesung

Sachgebiet

Geschichte
Politik
Politische Bildung
Sozialwissenschaften
Soziologie
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät

Universitäts-/ Fachbereich

Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät

Termin

Beginn
23.04.2026, 18:00 Uhr
Ende
23.04.2026, 20:00 Uhr
iCal

Veranstalter

Prof. Dr. Jürgen Mackert Professur für Allgemeine Soziologie

Ort

Universität Potsdam, Campus III - Griebnitzsee, 3.06.H04
August-Bebel-Straße 89
14482 Potsdam
Lageplan

Kontakt

Prof. Dr. Jürgen Mackert
August-Bebel-Str. 89
14489 Potsdam