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Am Puls der Erde – Workshop zur Physik der Vulkane an der Universität Potsdam

Medieninformation 04-02-2026 / Nr. 016

Von der Vorhersage und Überwachung von Vulkanausbrüchen bis zur Modellierung von Georisiken reicht das Themenfeld des internationalen Workshops „Physics of Volcanoes“, der vom 18. bis zum 20. Februar 2026 an der Universität Potsdam stattfindet. Forschende und Studierende aus ganz Deutschland und Europa kommen zusammen, um aktuelle Fortschritte in der Vulkanphysik zu diskutieren. Dabei werden neueste Erkenntnisse aus der Seismologie und der Fernerkundung sowie der Geochemie, Petrologie und Mineralogie eingebracht.

Der zweitägige Workshop wird unterstützt von Geo.X – dem Forschungsnetzwerk für die Erd- und Planetenwissenschaften in Berlin und Potsdam. Er bringt 160 Forschende und Studierende der Geo.X Partnereinrichtungen und weiterer Institutionen aus ganz Europa zusammen. Das Programm umfasst Vorträge von Promovierenden, Kurzvorträge und Posterpräsentationen, um den aktuellen Stand der Forschung zu diskutieren.

„Wir wollen Forschende und Studierende, die sich mit Vulkanen befassen, innerhalb und außerhalb von Geo.X stärker sichtbar machen und miteinander vernetzen“, sagt Eva Eibl, Professorin für Allgemeine Geophysik, die mit ihrem Team die Tagung am Institut für Geowissenschaften in Golm organisiert. „Dazu wird es moderierte Diskussionsrunden geben, mit dem Ziel, gemeinsame Publikationen und Anträge zu entwickeln“, ergänzt sie. Auf der Tagung geht es unter anderem um die Vorhersage und Überwachung von Vulkanausbrüchen, Unruhen auf der Halbinsel Reykjanes in Island, die Möglichkeiten der Auflösung der Form von Magmakammern und Vulkanstrukturen sowie die Modellierung von Georisiken.

Zusammen mit ihrer Arbeitsgruppe analysiert Eva Eibl Erdbebenschwärme in der vulkanisch aktiven Region Vogtland sowie Daten von Vulkanausbrüchen des Ätna (Italien), der Insel La Réunion (Frankreich) und an verschiedenen Orten in Island. Dabei kommen Seismometer, Rotationssensoren und Videokameras zum Einsatz. Im Rahmen der DFG-geförderten Projekte TREMORLOC und SUBMERGE sollen ab 2026 zwei neue Postdocs den Geysir Strokkur und den Holuhraun-Vulkanausbruch in Island genauer untersuchen. Die Eruptionen im Lavafeld Holuhraun auf Island dauerten von August 2014 bis Februar 2015 – es war der größte Vulkanausbruch in Europa seit 1784.

Abbildung 1: Lavafeld bei einem Vulkanausbruch im Meradalir von 2022. Das Foto entstand innerhalb der ersten 24 Stunden nach Beginn des Ausbruchs und man sieht noch die längliche Spalte, an der Lava ausfließt. Foto: Eva Eibl.

Abbildung 2: Nahaufnahme eines Lavaflusses am Fuß des Langihryggur-Hügels während des Geldingadalir Vulkanausbruchs 2021. Foto: Eva Eibl.

Datum: 18.–20.02.2026
Ort: Universität Potsdam, Campus Golm, Karl-Liebknecht-Str. 24-25, Haus 27
Kontakt: Prof. Dr. Eva Eibl, Institut für Geowissenschaften
Tel.: 0331/977-203102
E-Mail: eva.eibluni-potsdamde

Weitere Informationen:
PoV Workshop https://www.volcano.yourweb.de/
Geo.X Netzwerk https://www.geo-x.net/

Medieninformation 04-02-2026 / Nr. 016