Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle: „Mit dem heutigen Richtfest auf dem Uni-Campus Golm steigt die Vorfreude auf den Neubau des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung – nicht nur bei mir, sondern insbesondere bei Studierenden, Lehrpersonal und Forschenden. Mit diesem Gebäude bekommt die forschungsbasierte, wissenschaftsorientierte Lehrkräftebildung der Universität Potsdam die nötige Heimat, um ihre Arbeit auf ein neues Level zu heben. Ich bin sicher: Das ZeLB wird sich zu einem Ort entwickeln, an dem innovative und inklusive, digitale und nachhaltige Bildung gestaltet wird – und zwar praxis- und zukunftsorientiert, im Austausch und auf Augenhöhe mit Partnern wie Campusschulen und Digital Labs sowie aus Verwaltung und Politik. Alles Gute für den weiteren Baufortschritt!“
Staatssekretär des Innern Frank Stolper: „Am 26. Mai 2025, also vor 262 Tagen, haben wir die Grundsteinlegung für das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZeLB) vollzogen. Mit dem heutigen Richtfest kommen wir den benötigten Flächen für die Lehramtsausbildung an der Universität Potsdam ein großes Stück näher. Hier entsteht ein Neubau mit hohen ökologischen, ökonomischen, sozia-len und technischen Qualitäten. Und der Baufortschritt erfolgt so zügig, dass wir schon zum Ende des Jahres 2026 das Gebäude an seine zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer übergeben können. Mein beson-derer Dank gilt allen beteiligten Gewerken und dem Brandenburgischen Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen.“
Vizepräsidentin für Lehre, Studium und Europa der Universität Potsdam Dr. Britta van Kempen: „Wir freuen uns sehr, mit dem neuen Gebäude erstmals einen zentralen Ort für unsere so wichtige Lehr-kräftebildung zu erhalten. Wie kaum ein anderer Bereich strahlt sie in die gesamte Universität aus und verbindet die bildungswissenschaftliche Theorie mit der pädagogischen Praxis. Das jetzt entstehende Ge-bäude wird dem dafür notwendigen Austausch neue Räume öffnen: Kreativräume für die Entwicklung moderner Unterrichtskonzepte, die wir gemeinsam erproben wollen. Ob Inklusion, Digitalisierung oder Nachhaltigkeit – die Lehramtsstudierenden optimal auf die großen Herausforderungen in der Bildung vorzubereiten, braucht das Zusammenwirken von Studium, Vorbereitungsdienst und Schulpraxis. In die-sem Sinne werden wir das neue Gebäude schnell mit Leben füllen.“
Das u-förmige Gebäude mit vier Geschossen wurde vom Architekturbüro agn Niederberghaus & Partner GmbH geplant und wird von der Goldbeck Nordost GmbH als Generalunternehmer errich-tet. Das Gebäude wurde am südlichen Ende des Campus zwischen dem siebengeschossigen Haus 14 und dem Haus 31 eingefügt. Die Ausrichtung erfolgt parallel zum Haus 31 und nimmt somit die südliche Bauflucht der Nachbargebäude auf. Der Neubau wird teilunterkellert und erhält ein Technik-Dachgeschoss. Die vorgehängte hinterlüftete Fassade wird mit für Brandenburg typi-schen Klinkern bekleidet. Die außenliegende Verschattung vor den Fenstern sorgt für den som-merlichen Wärmeschutz. Das Farbkonzept im Gebäudeinneren unterstützt mit einem Spektrum von Anthrazit bis Gelb eine barrierefreie Orientierung.
Nachhaltigkeit
Planung, Bau und die Vergabe erfolgen nach den Zielen für nachhaltiges Bauen im BNB-Silberstandard für Neubaumaßnahmen. Es werden umweltfreundliche und schadstoffarme Bau-stoffe und Bauprodukte eingesetzt. Über einen vollständigen Bauteilkatalog sind beispielsweise die Langlebigkeit der Materialien, die Instandhaltungsfreundlichkeit, die Rückbaufähigkeit und die Reinigungsparameter erfasst. Durch ein Mess- und Monitoringkonzept für die technischen Anlagen kann das Gebäude in einem energetisch optimierten Betrieb geführt werden.
Das Gebäude wird nachhaltig mit zwei luftgekühlten Wärmepumpen betrieben und nicht in das Nahwärmeversorgungsnetz integriert. Die geforderte Luftqualität im Hörsaal, der Werkstatt und der Lehrküche wird durch zwei lufttechnische Anlagen sichergestellt. Zur Verbesserung des Jah-res-Primär-Energiebedarfs wird eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Gebäudes mit einer Gesamtleistung von 20 Kilowatt-Peak errichtet.
Barrierefreiheit
Die wichtigen Wegeverbindungen auf dem Gelände um den Neubau sind mit einem visuell kon-trastierenden taktilen Wege-Leitsystem ausgestattet und setzen sich im Innenbereich fort. Alle öffentlich zugängigen Bereiche sind barrierefrei mit dem zentral gelegenen Aufzug erreichbar. Die Türöffnungen betragen mindestens 90 Zentimeter. Zusätzlich wurden in Abstimmung mit der Universität Potsdam in jeder Etage zwei rollstuhlgerechte Büroräume angeordnet. In den Semi-narräumen und im Hörsaal gibt es Stellflächen für Rollstuhlfahrer.
Weitere Zahlen, Daten und Fakten zum Projekt finden Sie auf der BLB-Website.
Informationen zum Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) erhalten Sie unter https://www.bnb-nachhaltigesbauen.de/.






