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Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes

Im vierten Semester meines Bachelors wuchs in mir der Wunsch, ein Erasmus-Semester zu absolvieren. Ich hatte so viel Positives von Freunden gehört, dass ich mich zunächst auf der Webseite der Uni-Potsdam über Angebote informierte (https://www.uni-potsdam.de/de/international/outgoing/studium/erasmus). Dort findet man zahlreiche Informationen sowie die jeweiligen Ansprechpersonen. 

Vor allem die Informationsveranstaltungen (meist über Zoom) des International Office der Universität Potsdam haben mir sehr weitergeholfen. Bei persönlicheren Fragen kann man auch anrufen oder die Sprechstunde vor Ort besuchen. Ich habe das International Office stets als sehr freundlich, zugewandt und hilfsbereit empfunden. 

Zu Beginn wirkt die Flut an Informationen und Unterlagen etwas überwältigend. Es werden viele Dokumente benötigt, die fristgerecht eingereicht werden müssen. Aber auch hier bietet das International Office viel Unterstützung. Es gibt einen Leitfaden und zu den meisten wichtigen Deadlines werden Erinnerungs-E-Mails verschickt. Der Upload der Dokumente erfolgt vollständig digital über das Move-On Portal. 

Nachdem ich meinen angebotenen Platz an der Heimatuniversität angenommen hatte, erhielt ich eine E-Mail der Gastuniversität mit allen wichtigen Informationen und erforderlichen Unterlagen. Da Dänemark ein sehr fortschrittliches Land ist, war alles sehr verständlich und gut organisiert. 


Studienfach: Psychologie

Aufenthalsdauer: 08/2025 - 12/2025

Gastuniversität: Aarhus University

Gastland: Dänemark

Studium an der Gastuniversität

Die Aarhus-Universität ist die zweitgrößte Universität in Dänemarks mit zahlreichen internationalen Studierenden. Mit ihrer modernen Ausstattung, dem großen Uni-Park oder der beeindruckenden königlichen Bibliothek - mit gemütlichen Sitzecken, einer großen Auswahl an frischen Salaten, einem Kuchenbuffet, Tischkicker sowie kostenlose Massage-Stühlen - überrascht es nicht, dass sie als „Erasmus Destination of the Year 2025“ ausgezeichnet wurde. 

Alle Informationen zum Studium findet man auf der Webseite der Universität (https://international.au.dk/education/admissions/exchange). Bei weiteren Fragen ist das International Office jederzeit ansprechbar und antwortet schnell auf E-Mails. 

 

Für Psychologie gab es einen klar strukturierten Kurskatalog, aus dem man wählen konnte. Leider war die Auswahl mit fünf bis sechs Kursen nicht groß, jedoch waren die Inhalte äußerst interessant (z.B. zur Neuropsychologie der Musik oder Moralpsychologie). Ein Kurs umfasste in der Regel 10 ECTS, sodass ich nur drei Kurse belegen musste, um die erforderliche Anzahl an Leistungspunkten zu erreichen. Dadurch hatte ich einen überschaubaren Stundenplan und neben der Universität noch genügend Freizeit. 

Kontakte zu einheimischen und internationalen Studierenden

Zu Beginn meines Erasmus nahm ich mir fest vor, nicht in einem „Deutschen-Kreis“ aus Studierenden zu landen. Relativ schnell stellte ich jedoch fest, dass ich nicht die einzige Deutsche war, sondern zu der mit Abstand größten internationalen Studierendengruppe gehörte. 

Aufgrund der fehlenden Sprachbarriere und vielen Gemeinsamkeiten freundete ich mich mit vielen anderen Deutschen an. Im Nachhinein sehe ich darin auch einen Vorteil: Man lernt Freunde kennen, die nach dem Aufenthalt einfacher zu besuchen sind. 

Nichtsdestotrotz konnte ich auch internationale Freundschaften schließen, unter anderem mit einer Niederländerin, Italienerin und Irländerin. Generell ist es deutlich leichter, andere Erasmus-Studierende kennenzulernen als Einheimische. Die Däninnen blieben meistens unter sich und wirkten etwas zurückhaltend. Dennoch waren sie stets hilfsbereit und freundlich.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Ein wesentlicher Grund für mein Erasmus-Semester war die Verbesserung meines Englischs. Trotz zehn Jahren Schulenglisch und einem B2/C1 Niveau fühlte ich mich häufig unsicher beim Sprechen. Während meines Auslandsaufenthalts lernte ich, einfach draufloszureden und selbstbewusster zu werden. Es hat mir viel Spaß gemacht, neue Vokabeln zu lernen und die Sprache aktiv anzuwenden. Da die Däninnen ausgezeichnet Englisch sprechen, befand ich mich in einem idealen Übungsfeld. 

Zusätzlich belegte ich einen Dänisch Kurs bei A2B. Dort kann man als Sprachanfänger einsteigen und kostenlos drei-sechs Stunden pro Woche Dänisch lernen. Es gibt sowohl online als auch Präsensangebote zu verschiedenen Zeiten. https://www.a2b.dk/de/ 

Wohn- und Lebenssituation

Die Wohnungssuche gestaltete sich eher schwierig. Es gibt viele Angebote von AU-Housing, allerdings sind die Plätze begrenzt. Ich empfehle auf jeden Fall, sich dort zu bewerben. Falls man keinen Platz erhält, besteht die Möglichkeit, im Basecamp (eine eher teure Studentenunterkunft) oder auf dem privaten Wohnungsmarkt fündig zu werden. Alle Informationen findet man hier (https://international.au.dk/life/locations/housing/auhousing/exchange-student). 

Wenn man eine Wohnung über den privaten Markt finden möchte, ist Facebook die wichtigste Plattform. In Dänemark nutzen nahezu alle Studierenden Facebook und es gibt zahlreiche Gruppen mit Wohnungsangeboten. (https://www.facebook.com/groups/LejeboligerAarhus/https://www.facebook.com/groups/375201816994364/https://www.facebook.com/groups/aarhusstudenthousing2026/). 

So habe auch ich mein Zimmer in einer WG mit einer netten Dänin gefunden, die ebenfalls an der Aarhus Universität Medizin studierte.

Dänemark ist insgesamt ein teureres Land, dennoch kann man versuchen, möglichst kostengünstig zu leben. Netto und Rema zählen zu den günstigeren Supermärkten, während Fötex etwas teurer ist. Im Restaurant war ich nur selten essen.

Aber meiner Meinung nach ist das Essen in der Mensa preislich und geschmacklich kaum zu übertreffen! 

Aarhus ist eine Fahrradstadt. Fast jeder besitzt ein Fahrrad und benutzt es im Alltag. Da Aarhus nicht sehr groß ist und über gute Fahrradwege verfügt, empfehle ich, sich für die Zeit ein Fahrrad zu leihen, z.B. über Swapfiets. (https://swapfiets.dk/)

Es gibt viele Freizeitangebote wie, Running Clubs, Chöre, AGs oder Studentenpartys. Am liebsten bin ich in die Friday-Bars gegangen. Das sind kleine Partys in den Räumlichkeiten der Universität, organisiert von den jeweiligen Fakultäten (z.B. die Mediziner Friday Bar „Umbilicus“). Hier kann man jeden Freitag ohne Eintritt feiern und günstig Getränke kaufen. 

Außerdem bietet das Studenterhus wöchentlich verschiedene Aktivitäten an, um hier immer up-to-date zu sein, empfiehlt es sich dem Insta-Account zu folgen. www.instagram.com/studenterhusaarhusofficial/ZDNlZDc0MzIxNw

Studienfach: Psychologie

Aufenthalsdauer: 08/2025 - 12/2025

Gastuniversität: Aarhus University

Gastland: Dänemark

Rückblick

Ich kann ein Erasmus-Semester in Aarhus wärmstens empfehlen. Ich habe die Stadt, das Land und die Menschen sehr ins Herz geschlossen und werde diese Erfahrung immer positiv in Erinnerung behalten. 

Zu Beginn hatte ich große Angst davor, in ein neues Land zu gehen, in dem ich niemanden kenne und alles Vertraute verlasse. Doch ich habe gelernt, dass diese Angst unbegründet war. Meine Angst hat sich in Neugier umgewandelt und meine Sorgen in Offenheit. 

Ich habe mich selbst neu kennengelernt, da ich das erste Mal meine Heimatstadt für längere Zeit verlassen habe. 

Deshalb kann ich nur sagen: Geht da raus, nutzt diese großartige Möglichkeit und macht eure eigenen Erfahrung - es kann nur gut werden! 

PS: Das beste BMO (Bolle med ost) der Stadt gibt es meiner Meinung nach bei ACT Coffee. (https://www.actcoffee.dk/). Im Sommer ist direkt daneben jeden Sonntag ein super süßer Flohmarkt, hier habe ich mich in die Stadt verliebt.  

PPS: Eine der schönsten Reisen meines Lebens unternahm ich am Ende meines Aufenthalts mit TimeTravels nach Lappland. Es war der perfekte Abschluss inklusive Huskey Tour durch die Winterlandschaft und strahlende Nordlichter. https://www.timetravels.com/ 


Dänemark

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