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Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes

Die Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt war ziemlich entspannt. Die Uni Potsdam hatte eine Reihe von Informationsveranstaltungen, über die rechtzeitig informiert wurde und welche meine Fragen größtenteils geklärt haben. Bei weiterführenden Fragen konnte ich mich per Mail an die Koordinatorinnen der UP wenden, die meine Fragen schnell und freundlich beantwortet haben.

Auch UCD hat über mehrere Wochen vier Präsentationen/ZOOM-Meetings gehalten, die sich um unterschiedliche Themen der Ankunft in Irland und an der Uni gekümmert haben, und ein Padlet mit weiteren Informationen angelegt. Fristen u.Ä. wurden teilweise aber sehr kurzfristig kommuniziert, oder von der Uni selber nicht immer eingehalten. So hieß es beispielsweise, dass bestimmte Informationen uns Ende Juli zur Verfügung gestellt werden würden, diese kamen aber erst im Laufe des Augusts.

Insgesamt verlief die Kommunikation mit der Gast-Uni aber sehr gut – das International Office antwortete schnell auf jegliche Fragen und wusste, an wen ich mich wenden konnte, wenn sie selbst nicht weiterhelfen konnten.


Studienfach: Geschichte, Politik und Gesellschaft

Aufenthaltsdauer: 09/2025 - 12/2025

Gastuniversität: University College Dublin

Gastland: Irland

Studium an der Gastuniversität

Das Studienklima am UCD war insgesamt sehr angenehm. Unterrichtseinheiten betragen in Irland 50 Minuten statt 90, weshalb Module oft (aber nicht immer) auf 100 Minuten angelegt sind, mit einer Vorlesung, dann einer kurzen Pause, und darauf folgend einem Seminar beziehungsweise einer Diskussion. Module, die speziell für internationale Studierende angelegt sind, werden häufig von viel mehr Studierenden (ca. 50-60?) besucht als sonstige Kurse, an denen eher 10-20 Studierende teilnehmen. Die Dozierenden waren alle sehr freundlich und entgegenkommend, insbesondere bei Fragen, aber auch bei Klausur- oder Abgabeterminen von Hausarbeiten. Mit dem Konzept ‚Mid Terms‘ musste ich mich aber leider erst anfreunden, insbesondere da das Lernen für die Finals beginnt, sobald die Mid Terms vorbei sind.
Änderungen am Learning Agreement waren zum Glück kein Problem.
Die Betreuung durch Mitglieder der Universität war insgesamt gut. Es wurden insbesondere zu Beginn des Trimesters viele Events organisiert, bei denen internationale Studierende sich kennenlernen konnten und über die unterschiedlichen Hilfssysteme der Uni aufgeklärt wurden.

Kontakte zu einheimischen und internationalen Studierenden

Ich habe während meines Aufenthalts insbesondere beim Besuch der Module Kontakt zu einheimischen Studierenden aufnehmen können. Allerdings hat UCD sehr viele deutsche Austausch-Studierende, sodass ich – ohne mich auf die Suche nach ihnen zu machen – viele andere Deutsche kennengelernt und Kontakte zu ihnen geknüpft habe.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Ich habe nur wenige Monate in Irland verbracht, weshalb ich nicht sicher bin, wie stark sich meine Sprachkompetenz verbessert hat, aber ich habe definitiv begonnen, einige irische Redewendungen zu übernehmen. Außerdem hat sich mein schriftlicher Ausdruck definitiv verbessert.

Zudem habe ich am UCD zum ersten Mal einen Arabisch-Sprachkurs besucht, und kann jetzt einfache Gespräche führen Der Kurs hat viel Spaß gemacht, und mich definitiv ein bisschen gefordert, insbesondere durch das neue Alphabet.

Wohn-  und Lebenssituation

Ich habe mich bereits im April um eine Unterkunft bemüht (früher als UCD es empfiehlt, sich auf die Suche zu machen). Dies lag daran, dass ich mir die Preise für die UCD Studierendenwohnheime angesehen habe (UCD empfiehlt, sich zuerst bei diesen zu bewerben, aber auch separat zu suchen). Ich empfand die Preise als zu hoch (selbst die ‚günstigen‘ kosten ca. 1.250€ im Monat). Ich habe meine Unterkunft schließlich über eine andere Website gefunden, und habe 1000€ im Monat bezahlt (immer noch sehr viel, aber günstiger als die Studierendenwohnheime – und ich musste mir Bad, Wohnzimmer und Küche nur mit einer Person teilen).
Die Uni war für mich von meiner Unterkunft aus fußläufig zu erreichen, worüber ich mich sehr gefreut habe. Über Öffentliche Verkehrsmittel war ich aber sowohl an die Uni als auch ans Stadtzentrum gut angebunden (UCD liegt etwas außerhalb, im Unterschied zu vielen von Dublins anderen Unis).

Die Öffentlichen Verkehrsmittel sind in Dublin ziemlich gut, auch wenn die Busse manchmal einfach nicht kommen oder – wenn sie ‚voll‘ sind – nicht anhalten. Für Studierende lohnt es sich, eine Young Adult Leap Card (19-25 Jahre) (https://about.leapcard.ie/young-adult-and-student-card-launch) zu besorgen, welche regelmäßig aufgeladen werden muss, aber viel günstigere Preise bietet. Diese kann allerdings erst in Irland bestellt werden und muss auch an eine irische Adresse versendet werden (irische Postleitzahl – Eircode – ist hierbei ganz wichtig, da sie hausspezifisch ist).

Sowohl EC- als auch Kreditkarte funktionieren einwandfrei in Irland (in Bussen kann jedoch nur mit Münzgeld bezahlt werden), und natürlich wird auch der Euro benutzt, was vieles einfacher macht.

Es sollte nicht vergessen werden, dass Dublin teuer ist. Es kann davon ausgegangen werden, dass Miete und Lebensmittel mehr kosten werden als in Deutschland. Die Unterstützung durch Erasmus ist unfassbar wichtig, wird aber höchstwahrscheinlich nicht einmal die irische Miete vollständig decken.

Das Freizeitangebot ist riesig in Dublin, aber vieles kostet Geld. Nationale Museen sind irlandweit jedoch kostenlos (und mit einer OPW-Karte kann man viele weiterer Orte kostenlos besuchen). Außerdem bieten UCD und seine vielen Societies einen Haufen von Angeboten und Events an, denen man für wenig oder kein Geld teilnehmen kann. Es lohnt sich definitiv, einigen Societies beizutreten (2€ Beitrittsgebühr).

Studienfach: Geschichte, Politik und Gesellschaft

Aufenthaltsdauer: 09/2025 - 12/2025

Gastuniversität: University College Dublin

Gastland: Irland

Rückblick

  • Flexibel bleiben, was die Kurse angeht: die Anmeldung findet staffelweise statt, d.h. wenn man Pech hat, ist der gewählte Kurs schon voll, bevor man überhaupt Zugang zum Anmeldeportal hat.
  • Es war eine wunderbare Erfahrung, die mich dazu getrieben hat, über meine Grenzen zu treten und Neues auszuprobieren – und es hat sich definitiv gelohnt.
  • ESN (am UCD als Society vertreten) plant viele Trips und Events – Beitritt lohnt sich.
  • Iren sind supernett und hilfsbereit – bei Problemen ist immer jemand da, der helfen kann (Vornamen werden viel verwendet: sei nicht überrascht, wenn sich ein Dozierender nur mit Vornamen vorstellt oder Emails mit Vornamen unterschrieben werden).

Irland

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