Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes
- Informationen zum Erasmus+ Programm
Geht sicher die mehreren Programme wie Sitzungen und dergleichen zu besuchen, hin und wieder doppelt. Manche Daten und Fragen werden bei Zoom Großgesprächen angegeben die einem wirklich aushelfen, obwohl man an jene selbst nicht gedacht hat!
- Kontaktaufnahme mit der Gasthochschule
Das läuft recht schnell und einfach. Tauscht euch mit Emma Ward aus, sie ist für die Zusammenarbeit mit euch zuständig und sehr freundlich sowie zuverlässig!
- Bewerbungsunterlagen für die Gasthochschule
Nun, all diese Daten solltet ihr kennen, sobald ihr euch auch auf den Rest des Erasmus Programms vorbereitet habt. Da kann dieser Text hier kein besserer Leitfaden sein, als jene die ihr per das Erasmus Programm selbst erhält!
Studium an der Gastuniversität
- Studiensystem/Organisation der LV/ Anforderungen/Leistungsbewertung
Abhängig vom Kurs. Innerhalb des Trimesters gab es vielerlei Aufgaben. Anwesenheitspflicht ist zwar nicht bei allen Kursen vorhanden, jedoch empfehlenswert da die Moodle Seiten nicht gänzlich addiert werden und bestimmte Informationen hauptsächlich wörtlich mitgeteilt werden. Es gibt meistens eine Primäre Aufgabe (Essay oder Exam) und eine (oder mehrere) sekundäre, kleinere Aufgabe(n) (Midterms, Vorträge oder weitere schriftliche abgaben).
- Studienklima
Die Universität und das Lernumfeld gleichen in vielen Ansätzen dem was man ebenfalls an der UP oder anderen Universitäten erwarten kann, allerdings hängt dies auch von den Kursen selbst ab. Viele der Kurse, welche sich speziell mit dem Irish Heritage Certificate beschäftigten, fokussierten sind eher interaktiver Natur, wo ein Austausch gewünscht ist. Die Studenten wie auch die Kursleitung und das Personal sind allerdings alle durchgehend aufgeschlossen, offen und überaus freundlich. Sie sind auch geduldig, falls sie bemerken das es an Englischkenntnissen fehlen sollte, oder ein bestimmter Begriff nicht einfällt.
- Betreuung durch dortige Studenten/Verwaltungsmitarbeiter/Dozenten
Ich kann hier hauptsächlich positives von mir geben. Es gab mehrere allgemeine Infoportale sowie Orte, an dem man sich frei informieren und beraten lassen konnte. Es gibt zudem eine zentrale Ansprechstelle. Allerdings werden einem Zahlreiche Links und Hinweise in den ersten paar Wochen der Universität gegeben um sich auf dem Campus zurechtzufinden. Die zuständigen Arbeiter nehmen sich die Zeit, um einen zu helfen und die Dozenten verstehen einen sehr gut. Ich kann mich nicht beschweren. Es gab lediglich Einzelfälle, wo es an der Zeiteinhaltung gehapert hat, also sollte man sich ggf. auf das Warten hin und wieder vorbereiten. Allerdings kann man das sehr gut überbrücken. Demnach: pünktlich sein, um einen Zeitpuffer zu haben
- Technische Ausstattung/Öffnungszeiten von Bibliotheken/Computerpools
Ich muss zugeben das ich die Bibliothek nur selten besucht habe. Allerdings gibt es dort mehrere Möglichkeiten sich hinzusetzen und in Ruhe zu lernen. Ich habe leider nicht darauf geachtet, ob es Computerpools gibt, da es für mich nicht von Nöten war. Allerdings gibt es dort ladestellen für jegliche Geräte, die man mitnimmt.
Kontakte zu einheimischen und internationalen Studierenden
Ich hatte das Glück mit anderen Studenten in dem gleichen Haus zu leben, dadurch hatten wir bereits eine kleine Gruppe gebildet. Allerdings ist es nicht schwer mit anderen Kontakt aufzunehmen, sei es durch Kurse oder sonstiges. Ich habe in kürzester Zeit mit mehreren ausländischen Studenten, sowie auch jenen welche aus Deutschland kamen, Kontakt per Zufall aufgenommen. Und so bildete sich eine kleine Truppe an Leuten, welche ähnliche Interessen pflegen, und Kurse teilen. Auch der Kontakt mit den Einheimischen Studenten ist sehr einfach aufzubauen, man muss sich lediglich trauen! Dafür empfehle ich die Societies. Da werden Interessen, die man hat vertreten, und man muss lediglich 3 Euro Eintrittsgebühr zahlen.
Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt
Ich denke das sich hier keine großen Unterschiede oder Verbesserungen meinerseits passiert sind, allerdings besitze ich nun vermutlich ein etwas breiteres Vokabular. Diese Begriffe sind allerdings Alltagsbegriffe, oder Abkürzungen.
Wohn- und Lebenssituation
- Wann und wie Unterkunft gefunden
Über den lauf von circa 2-3 Monaten hatten wir (mein Partner und Ich) uns mit Hilfe der Webseite, die in Verbindung mit der Universität steht, unterschiedliche Wohnungen angesehen. Es wird davon abgeraten die Webseite NICHT zu nutzen, da es leider sehr viele Scams gibt bezüglich des Wohnungsangebotes und leider bereits einige Studenten leider betrogen wurden mit fälschlichen Angeboten. Zudem besitzt zwar die Universität eigene Unterkünfte, allerdings sind diese nicht empfehlenswert laut meinen Mitkommilitonen, und sie besitzen eine Policy von „Natives First“. Studenten, die also innerhalb von Irland leben, haben Vorrang. Es ist wichtig über die Regelungen bescheid zu wissen bezüglich der Wohnung. Ich empfehle daher sich zu belesen welche Rechte man besitzt. Daher vergewissert euch auch ob ihr MIT der Familie oder dem Besitzer lebt oder einzeln und separat.
- Besonderheiten bei Unterbringung/Miete
Die Preise sind besonders hoch und ich empfehle allgemein eher zentrale Unterbringungen. Dazu mehr im nächsten Unterpunkt.
- Öffentliche Verkehrsmittel
Sobald du in Irland ankommst, wirst du lernen, wie sehr du die DB liebst und vermisst. Falls du nicht direkt in Laufdistanz von der Universität bist, wird der Transport schwierig. Zwar fahren die Öffis regelmäßig (hauptsächlich Bus, außer man hat das Glück in der Nähe einer Bahnstation zu leben), allerdings sind diese leider brechend voll. Zudem sind die Preise in den ersten paar Wochen, falls man keine Leap Card hat, hoch. Die Leap Card ist eine Karte, welche gleichzeitig die kosten, drastisch reduziert, während man Geld auf sie raufspielt. Bestellt euch diese frühzeitig! Der Prozess ist langwierig.
- Bankgeschäfte
Ich hatte hauptsächlich Automaten verwendet, demnach kann ich dort keine großen Auskünfte geben
- Krankenversicherung
Wichtig! Sucht euch eine Versicherung eures Vertrauens aber bucht auf jeden Fall eine Möglichkeit auch schnell wieder zurückzukehren, falls es brenzlig wird. Dies ist VERPFLICHTEND.
- Lebenshaltungskosten
Versucht so viel wie möglich selbst zu kochen oder Speisen zuzubereiten. Die kosten sind astronomisch hoch, insbesondere von Lebensmitteln meines Erachtens. Geht also davon aus das ihr sehr viel für solche Güter ausgeben müsst. Insbesondere Alkohol (wie Guinness) und Restaurants sind sehr, sehr teuer. Man kann mit dem doppelten oder dreifachen Preis rechnen im Vergleich zu Deutschland.
- Freizeitangebote
Die vorherig genannten Societies sind eine gute Möglichkeit sich zu verknüpfen und bieten sehr viele Möglichkeiten sich zu beschäftigen. Auch gibt es Gyms umd Sportplätze, Bars und mehr, welche man aufsuchen kann.
Studienfach: Englisch
Aufenthaltsdauer: 09/2025 - 12/2025
Gastuniversität: Maynooth University
Gastland: Irland
Rückblick
- Tipps für nachfolgende Studenten
Unbedingt eine Leap Card bestellen, überprüfen wie hoch die Distanz zu der Universität ist, und allgemein alternative Transportwege suchen. Versucht so viel wie möglich zuhause zu kochen, doch lasst euch nicht von der Idee abschrecken mit anderen Studis mal feiern zu gehen, denn es wird viele Möglichkeiten geben genau das zu tun! Bereitet euch zudem auf den Kulturschock vor, denn das kalte und griesgrämig typisch deutsche Gemüt wird nicht Teil eures Alltags werden. Zudem, seit geduldig. Viele gehen mit einer gewissen Entspanntheit an Themen ran. Oh, und zu guter Letzt, unterschätzt nicht die Zeit, die ihr bis zu euren Abgaben habt. Fangt lieber früher an!
- Besondere gute oder weniger gute Erfahrungen
Falls ihr mit einer Familie zusammenleben solltet, versucht euch mit dieser zu arrangieren und ggf. mehr Zeit zu verbringen. Ein paar meiner besten Momente hatte ich im Austausch mit meiner Host Familie. Von dem Transport zur Uni bis hin zum Punkt zu Feierlichkeiten eingeladen zu werden. Es gibt nichts Besseres!