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Studium an der Gastuniversität

Da ich in meinem Bachelorstudium bereits ein Auslandssemester absolviert hatte, war die Vorbereitung diesmal nicht allzu überfordernd und aufregend wie beim ersten Mal. Die Infos zur Bewerbung auf der Website und die Infoveranstaltungen der Uni Potsdam waren jedoch trotzdem sehr hilfreich und haben mich Schritt für Schritt durch den Bewerbungsprozess begleitet. Auch nach einem kleinen Missverständnis über die Nominierung an der Gastuni konnte das Problem nach einem kurzen Anruf im Outgoing-Büro sehr schnell gelöst werden. Die zuständigen Erasmus-Beauftragten an der Uni Trento waren ebenfalls sehr hilfsbereit und haben schnell auf Mails geantwortet und Fragen geklärt.


Studienfach: Linguistics: Empirical and Theoretical Foundations

Aufenthaltsdauer: 09/25 - 01/26

Gastuniversität: Università degli Studi di Trento

Gastland: Italien

Studium an der Gastuniversität

Da ich in Potsdam Linguistik studiere und in Trento am Center for Mind and Brain Sciences eingeschrieben war, habe ich viele neue Themen außerhalb meines sonstigen Studiums kennenlernen dürfen. Das war teilweise sehr fordernd, da mir einige Grundlagen fehlten, aber letztendlich habe ich sehr viele spannende neue Sachen gelernt und mich gefreut, meinen Horizont auf diese Art erweitern zu können.
Generell waren alle Dozierenden in meinen Kursen sehr nett und zuvorkommend. Die meisten haben bei Fragen oder Problemen geholfen, wo sie konnten und teilweise zusätzliches Material für Prüfungsvorbereitungen oder Vertiefung zur Verfügung gestellt.
Die Aufteilung der Kurspläne über das Semester hinweg ist teilweise ein wenig verwirrend, da es ein wenig anders funktioniert als in Deutschland, aber auch hier kann man sich and Erasmus-Büro oder an Mitstudierende wenden, wenn man Hilde braucht.
Die Anforderungen waren für mich persönlich höher als in meinem sonstigen Studium, was aber einerseits an den Seminaren lag, die ich gewählt habe, da einige davon durch Projekte viele Arbeitsstunden während des Semesters beinhalteten. Andererseits waren viele Themen für mich komplett neu, wodurch ich oft Grundlagen nachholen musste, die andere schon hatten. Letztendlich habe ich alle Kurse trotzdem sehr gut abschließen können und die Dozierenden haben die Klausuren meiner Meinung nach sehr fair bewertet.
Das Studienklima insgesamt habe ich als sehr angenehm und motiviert wahrgenommen. Es war einfach, sich mit Mitstudierenden auszutauschen und ins Gespräch zu kommen, sowohl über inhaltliche Themen des Seminars als auch persönliche Kontakte zu knüpfen. Da alle Masterkurse auf Englisch waren, waren insgesamt sehr viele internationale Studierende in den Kursen, wodurch man sich als Erasmus Studierende sehr integriert gefühlt hat.

Kontakte zu einheimischen und internationalen Studierenden

Ich habe bei der Infoveranstaltung der Fakultät am ersten Tag zuerst einige Deutsche kennengelernt, da viele dort ein Pflichtauslandssemester absolviert haben. In den Kursen habe ich später dann einige internationale Studierende kennengelernt und auch ein paar italienische Studierende, die im Laufe des Auslandssemesters zu sehr guten Freunden geworden sind. Generell habe ich an der Uni eigentlich nur sehr nette und aufgeschlossene Menschen getroffen. Man sollte sich aber auf jeden Fall trauen, andere anzusprechen und man sollte sich daran erinnern, dass alle irgendwie im selben Boot sitzen und meistens auch neue Leute kennenlernen wollen!

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Ich hatte schon ca. zwei Jahre vor meinem Auslandsaufenthalt in Sprachkursen an der Uni begonnen, Italienisch zu lernen und dann vor meinem Aufenthalt einen UNIcert II/1 Kurs abgeschlossen. Ich konnte also schon vorher relativ viel verstehen und mich auch auf einfacher Ebene verständigen. Ich habe während des Aufenthalts dann vor allem in Situation wie im Restaurant oder Supermarkt Italienisch gesprochen, mit italienischen Freunden allerdings auf Englisch, da alle auch sehr gut Englisch konnten und das einfacher war. Allerdings habe ich definitiv mein Hörverständnis verbessert und auch viele neue Vokabeln gelernt, vor allem umgangssprachliche und alltägliche Begriffe. Ich würde auf jeden Fall dazu raten, ein wenig Italienisch zu lernen und sich Mühe zu geben, auch dort ein wenig zu hören/sprechen, da die Sprache definitiv zu großem Maß zum Lebensgefühl und der Kultur dazu gehört.

Wohn- und Lebenssituation

Ich hatte großes Glück, da ich nach nur einem Tag eine Wohnung über idealista.it gefunden habe. Eine Agentur hatte glücklicherweise ein Zimmer in einer 6er-WG frei für genau den Zeitraum, in dem ich dort war. Die Wohnung war perfekt gelegen, sehr nah an der Innenstadt und nur 2 Minuten Fußweg vom Dom entfernt. Generell vermieten die allermeisten allerdings nicht für einen Zeitraum unter 6 Monaten, darauf muss man sich einstellen. Ich habe Anfang Juni gesucht für eine Anreise Anfang September und ich denke für eine Chance auf eine gute Unterkunft sollte man nicht zu spät mit der Suche beginnen. Einige Freunde, die auch ein Auslandssemester gemacht haben, haben bei homesforstudents.it Wohnungen gefunden, die im Norden von Trento lagen, also nicht so zentral, aber dafür mit guten Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe. Sonst findet man auf dieser Seite www.unitn.it/en/international/coming-unitrento/all-you-need-know/accommodation andere Vorschläge der Uni Trento für die Unterkunftssuche. Es gibt auch eine Whatsappgruppe für internationale Studierende, in der gegen Ende des Semesters sehr viele Menschen nach Nachmieter*innen für ihr Zimmer gesucht haben, allerdings weiß ich nicht, wie man in diese Gruppe reinkommen kann, wenn man nicht schon vor Ort ist.
Da meine Fakultät nicht direkt in Trento war, sondern in Rovereto, das ca. 20min weit weg ist, war ich auf die Bahn angewiesen. Man bekommt von der Uni einen einjährigen circulation pass für alle öffentlichen Verkehrsmittel in Trentino für 70€. Die Bahn war mehr oder weniger, bei schlechten Wetterbedingungen eher weniger, pünktlich. Ich würde aber auf jeden Fall dazu raten, in Trento eine Unterkunft zu suchen, auch wenn man dann pendeln muss, da das gesamte Studentenleben außerhalb der Uni dort stattfindet und die Bahnen abends nur bis ca. 21 Uhr fahren.

Trento ist als Studentenstadt ein sehr angenehmes, schönes, aber auch lebendiges Örtchen. In den Bars ist bei allen Temperaturen jeden Tag etwas los und das Erasmus Student Network organisiert einige Sachen, vor allem zu Anfang des Semesters. Wenn man in der Sonne einen Kaffee auf dem Domplatz trinken möchte oder am späten Nachmittag nach der Uni bei einem Aperol mit Freunden quatschen will, findet man jedenfalls immer einen Platz. Das Nachtleben beschränkt sich zwar auf ein paar einzelne Bars, die spät offen haben und 1-2 Orte, wo man tanzen gehen kann, wenn man Glück hat, aber das ist meiner Meinung nach für ein Auslandssemester völlig ausreichend, wenn man nur ein halbes Jahr dort ist.

Studienfach: Linguistics: Empirical and Theoretical Foundations

Aufenthaltsdauer: 09/25 - 01/26

Gastuniversität: Università degli Studi di Trento

Gastland: Italien

Rückblick

Ich habe meine Zeit in Trento und vor allem die Monate, in denen es noch warm war, sehr genossen. Man ist in unter 1,5 Stunden am Gardasee und mit genug Sonne kann man noch bis in den November hinein wandern gehen, was man wirklich so gut ausnutzen sollte wie es geht, da die Natur rund um Trento enorm viel zu bieten hat und der Blick auf die Berge nie langweilig wird. 

Wer eine kleine gemütliche Studentenstadt  in Italien und viel Sonne und Berge zu schätzen weiß, dem würde ich auf jeden Fall einen Auslandsaufenthalt in Trento empfehlen!


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